Der neue Bulli für das Frauenhaus Hamm ist da

Das Frauenhaus in Hamm hat jetzt dank der Lippewelle und der Aktion Lichtblicke jetzt ein eigenes Fahrzeug anschaffen.

© Westfälischer Anzeiger

Übergabe an das Frauenhaus in Hamm

Jedes Jahr sammelt die Lippewelle gemeinsam mit der Aktion Lichtblicke e.V. Geld für ein besonderes Projekt. Im letzten Jahr war unser Projekt, einen Bulli für das Frauenhaus in Hamm zu finanzieren. Am Dienstag (11.03.) konnte dieser an das Frauenhaus übergeben werden. Und sowohl Bettina Hörstensmeyer vom Förderverein, als auch Sarah Gaber, die Leiterin des Frauenhauses waren überwältigt.

"Nachdem ich mich dann erkundigt habe, war es so ein Bulli kostet, habe ich gedacht: Das klappt nie. Aber die Lippewelle hat mir immer wieder Mut gemacht. Ja, und jetzt ist es Realität geworden." - Bettina Hörstensmeyer
"Das ist wirklich unbeschreiblich. Das ist ein Neunsitzer. Was wir da alles mit machen können, mit dem Bulli, mit den Kindern, mit den Jugendlichen. Das wird einfach nur toll." - Sarah Gaber

Rekordspendenergebnis in Hamm

Ein eigenes Fahrzeug hatte das Frauenhaus nicht. Bisher wurden Taxis und Privatfahrzeuge von Mitarbeitern genutzt, um Frauen vom Bahnhof abzuholen, wenn sie in Hamm ankommen, oder sie zu Arztterminen und Gerichtsverhandlungen zu fahren. Daher hat die Lippewelle Spenden für einen Bulli gesammelt. Über 40.000 Euro kamen dabei durch verschiedene Aktionen der Lippewelle sowie der Hörer zusammen.

Mehr Spenden als für den Bulli benötigt

Dank dieses Rekordspendenergebnisses kann sich das Frauenhaus Hamm nicht nur über den neuen Bulli freuen - Mit knapp über 30.000 Euro, unterstützt durch das Autohaus Potthoff, ist er vergleichsweise günstig. Zudem soll mit weiteren Mitteln aus dem Lichtblicke-Topf der Hammer Spenden nun auch der Garten des Frauenhauses verschönert werden.

Frauenhaus Hamm ist auf Spenden angewiesen

Das Frauenhaus, getragen von der Diakonie Ruhr-Hellweg e.V., bietet Frauen und Kindern, die häusliche Gewalt erfahren haben, eine Zufluchtsstätte. In Hamm stehen im Frauenhaus 25 Betten zur Verfügung – 12 für Frauen und 13 für Kinder. Oft leben dort aber rund 20 Kinder. Die Frauen kommen meist aus anderen Kommunen und bleiben in der Regel drei bis vier Monate, bis sie eine eigene Wohnung gefunden haben. Geldspenden sind wichtig, um die nicht finanzierten Bedarfe der betroffenen Frauen und Kinder zu decken.