Jugend schützen: Antrag auf Lachgas-Verbot in Hamm
Veröffentlicht: Montag, 31.03.2025 16:39
Die Ampelkoalition in Hamm plant, den Verkauf von Lachgas an Minderjährige zu verbieten. Ziel ist es, Jugendliche vor den gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Ampel in Hamm will Lachgas für Minderjährige verbieten
Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP im Rat der Stadt Hamm setzen sich für den Schutz junger Menschen ein. Sie bringen eine neue ordnungsbehördliche Verordnung auf den Weg, um den Verkauf und die Abgabe von Distickstoffmonoxid, besser bekannt als „Lachgas“, an Minderjährige im Stadtgebiet Hamm zu untersagen.
Auch in Dortmund gibt es einen ähnlichen Vorstoß. Der Missbrauch von Lachgas als Rauschmittel nimmt gerade unter Jugendlichen immer weiter zu. Die kurzfristigen Effekte erscheinen harmlos, aber die gesundheitlichen Langzeitschäden können gravierend sein. Da es bisher keine bundesweite Regelung gibt, müssten klare Grenzen vor Ort gesetzt werden. Schon vor einiger Zeit gab es Kritik an dem Verkauf von Lachgas in Hamm, die Lippewelle hat berichtet.
Öffentliche Sicherheit und Gesundheitsschutz
Neben den gesundheitlichen Folgen birgt der leichtfertige Konsum von Lachgas auch Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Lachgas-Kapseln liegen häufig in Parks, an Schulhöfen und in der Innenstadt herum. Mit dem Verbot für Minderjährige werde ein wichtiges Signal gesetzt, um diesem Trend entgegenzuwirken. Die geplante Verordnung soll den Verkauf und die Weitergabe von Lachgas an Minderjährige in Hamm unterbinden. Verstöße sollen mit einer Geldbuße geahndet werden. Die Ampelkoalition setzt damit auf eine wirksame und verhältnismäßige Maßnahme, um Jugendliche besser vor den Gefahren des Lachgas-Konsums zu schützen. Die nächste Ratssitzung in Hamm ist am 8. April.