Mehr Jugendliche in Hamm suchen eine Ausbildung

Die Agentur für Arbeit freut sich über den stabilen Ausbildungsmarkt in Hamm, sieht aber auch einige Herausforderungen.

Zunahme an Auszubildenden in Hamm

Der Ausbildungsmarkt in Hamm zeigt sich in diesem Jahr erfreulich stabil, so Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Hamm Thomas Helm. Es gebe eine Zunahme an jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren. Im Vergleich zu 2023 seien es 7,9 % mehr, was einem Zuwachs von 75 Bewerberinnen und Bewerbern entspreche. Insgesamt gebe es derzeit 1.020 Ausbildungssuchende, wobei sich diese Zahl noch vergrößern könne, da es sich bei den jetzigen Zahlen um eine Halbjahresanalyse handele, denn die meisten Ausbildungen starten im Oktober.

Mehr Ausbildungsstellen in Hamm

Auch die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist, laut Thomas Helm, um 2 % gestiegen und liegt nun bei 954. "Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine tolle Sache," so Helm. Dennoch bleibe eine Schwierigkeit bestehen: Die Zahl der Bewerber übersteigt in Hamm weiterhin die Zahl der offenen Stellen – anders als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens.

Auch Anlagenmechaniker jetzt beliebt in Hamm

Die meisten Auszubildenen werden in Hamm im Einzelhandel gesucht, dort gebe es 70 freie Stellen. Ebenfalls viel gesucht werden Medizinische Fachangestellte, Verkäufer, Kaufleute im Groß- und Außenhandel, sowie Auszubildene in der Logistik. Dagegen sind, laut Thomas Helm, die beliebtesten Berufe bei den jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren: Kaufleute für Büromanagement, Kraftfahrzeugmechatroniker, da gibt es 43 Bewerber in Hamm, Medizinische Fachangestellte, hier gibt es ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, Verkäufer, sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, dort gibt es 37 Bewerber, aber nur 25 offene Stelle. Thomas Helm überrascht besonders der steigende Zuspruch für den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär, Heizung und Klimatechnik. 

Im nächsten Jahr weniger Azubis

Die Agentur für Arbeit Hamm ruft Unternehmen dazu auf, jetzt noch möglichst viele Ausbildungsplätze zu schaffen. Denn im kommenden Jahr steht die Umstellung an den Gymnasien von G8 auf G9 an. Dadurch wird ein kompletter Abiturjahrgang fehlen. Da viele Abiturienten eine Ausbildung oder ein duales Studium wählen, könne es dann zu einem kräftigen Bewerbermangel kommen. "Wer jetzt vorsorgt und frühzeitig Azubis einstellt, kann diese Lücke abfedern," so Helm.