Benedikt Schockenhoff

Morningshow - Festivaljunkie - Filmfreak - Punkrockfan

Die Lippewelle am Morgen: Frühreporter Benedikt Schockenhoff

Jeden Morgen um sechs Uhr startet die Lippewelle-Morningshow und begleitet euch beim Start in den Tag. Mit dabei ist unser Frühreporter Benedikt Schockenhoff, der euch mit spannenden Geschichten und Einblicken aus Hamm versorgt. Benedikt bringt euch die neuesten Infos direkt nach Hause.

Benedikt Schockenhoff ist einer unserer Lippewelle-Frühreporter.
Benedikt Schockenhoff ist einer unserer Lippewelle-Frühreporter.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff ist einer unserer Lippewelle-Frühreporter.
© Radio Lippewelle Hamm

In unserem Interview erfahrt ihr mehr über unseren Frühreporter Benedikt Schockenhoff. Ihr könnt ihm auch auf Instagram folgen.

© Radio Lippewelle Hamm

Lippewelle: Benedikt Schockenhoff, du bist Frühreporter bei der Lippewelle im Team mit Simone Niewerth und kommst hier jeden Morgen natürlich ausgeschlafen hin.

Benedikt Schockenhoff: Selbstverständlich.

„Ich bin halt in Rhynern geboren und aufgewachsen.“

Lippewelle: Wie kommst du zur Arbeit morgens? Läufst du, fährst du mit dem Fahrrad, fährst du mit dem Auto? Wie machst du es?

Benedikt Schockenhoff: Mit dem Fahrrad wäre tatsächlich sehr ambitioniert, wie es der Kollege Rainer Wilkes häufig macht. Oder natürlich auch Simone Niewerth, die fährt auch mit dem Fahrrad, aber das ist ja auch nicht so unglaublich weit von ihr aus. Ich komme tatsächlich aus Rhynern. Wenn ich mit dem Fahrrad morgens zur Redaktion fahren würde, dann wäre ich direkt wieder total müde, wenn ich hier angekommen bin. Nee, ich fahre mit dem Auto.

Lippewelle: Was magst du an deinem Stadtteil? An Rhynern, deiner Base?

„Seit zwei Jahren bin ich unter anderem im Männerballett.“

Benedikt Schockenhoff liebt Karneval und ist deswegen regelmäßig in Rhynern aktiv.
Benedikt Schockenhoff liebt Karneval und ist deswegen regelmäßig in Rhynern aktiv.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff liebt Karneval und ist deswegen regelmäßig in Rhynern aktiv.
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Benedikt Schockenhoff: An meiner Base in Rhynern? Ich bin halt in Rhynern geboren und aufgewachsen, bin da zur Grundschule gegangen. Meine ganzen Kindheits-Sandkastenfreunde kommen alle aus Rhynern, dementsprechend bin ich halt einfach mit dem Dorf sehr verbunden. Tatsächlich, seitdem ich ein kleines Kind bin, unter anderem auch beim Rhyneraner Karneval. Da war ich mit sechs Jahren schon im Elferrat beim Kinderkarneval. Das hat mich über die Jahre nie wirklich losgelassen. Als ich dann 13 Jahre alt war, habe ich angefangen, als Requisiteur bei der richtigen Karnevalssitzung vom Rhyneraner Karneval mitzuhelfen. Jetzt, seit zwei Jahren, bin ich unter anderem im Männerballett.

Lippewelle: Wie funktioniert das? Wer das noch nicht gesehen hat, das kann man sich schon lustig vorstellen.

Benedikt Schockenhoff: Genau, und das steht auch tatsächlich an erster Stelle, dass es lustig ist. Es hat nicht wirklich viel mit Ballett zu tun, das sind sehr einfache Tanzschritte, wenn man sie überhaupt so nennen kann. Es geht eher um die Unterhaltung. Wir wollen, dass die Leute, die im Publikum sitzen, einfach Spaß haben und ich bin auch ganz ehrlich: Wir sind nicht umsonst die letzte Nummer im Programm, es ist schon ganz gut, wenn die Leute ein bisschen was getrunken haben. Nüchtern macht das Ganze nur halb so viel Spaß: Im Publikum und auch für uns.

„Ich find es einfach schön, dass man für eine bestimmte Zeit mal in andere Rollen schlüpfen kann.“

Benedikt Schockenhoff hat schon als Kind gerne Karneval in Hamm gefeiert.
Benedikt Schockenhoff hat schon als Kind gerne Karneval in Hamm gefeiert.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff hat schon als Kind gerne Karneval in Hamm gefeiert.
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Lippewelle: Wobei ja das Beste zum Schluss kommt. Was fasziniert dich so am Karneval?

Benedikt Schockenhoff: Ich find es einfach schön, dass man für eine bestimmte Zeit mal in andere Rollen schlüpfen kann. Irgendwie andere Identitäten annehmen. Gerade in Rhynern ist es halt auch einfach schön, das ist so ein bisschen dieses Schützenfest-Phänomen, dass man einfach auch teilweise Leute sieht, mit denen ist man zur Grundschule gegangen, und dann sieht man die auf einmal nach zehn Jahren wieder und denkt sich: Ach, guck mal. Du auch hier, das ist ja funny.

„Ich studiere gerade Medienkulturwissenschaften.“

Benedikt Schockenhoff studiert in Köln und verbringt dort neben Hamm die zweite Hälfte seines Lebens.
Benedikt Schockenhoff studiert in Köln und verbringt dort neben Hamm die zweite Hälfte seines Lebens.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff studiert in Köln und verbringt dort neben Hamm die zweite Hälfte seines Lebens.
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Lippewelle: Du hast gerade das Stichwort Identität genannt. Du hast auch eine zweite Identität, und zwar bist du zum Studieren nach Köln gegangen. Da bist du auch aktuell noch und hast da auch noch ein Leben. Wie sieht das denn aus, dein zweites Leben?

Benedikt Schockenhoff: Genau. Ich bin ja immer alle zwei Wochen hier mit Simone zusammen in der Morgensendung als Frühreporter am Start und in der anderen Woche bin ich immer in Köln, da studiere ich gerade Medienkulturwissenschaften. Du bist gerade schon auf Karneval zu sprechen gekommen, da ist natürlich auch in Köln jede Menge drin.

„Ich sage immer irgendwas mit Medien.“

Lippewelle: Gibt es denn etwas aus deinem Studium, was dir irgendwas für die Lippewelle gebracht hat? Wir sind ja etwas mit Medien.

Benedikt Schockenhoff: Ich sag mal, wenn Leute fragen: "Was studierst du eigentlich?”, dann sage ich immer "irgendwas mit Medien". Das geht dann deutlich schneller, als zu erklären, was man bei Medienkulturwissenschaften alles macht. Also man lernt natürlich eine Menge über Radio, aber halt auch über andere Medienformen, Filme, Fotografie, Videospiele und Theater. Da ist wirklich alles dabei. Natürlich, ich habe da jede Menge gelernt, was ich auch bei der Lippewelle anwenden kann. Unter anderem habe ich Zugang gefunden zum Uniradio, wo ich seit einigen Jahren ab und zu mal moderiere und auch Workshops leite für Leute, die neu dabei sind.

Lippewelle: Wahrscheinlich bringst du auch etwas aus der Radiopraxis von der Lippewelle dann nach Köln zu den Studierenden, die Radio machen wollen?

Benedikt Schockenhoff: Natürlich, also es ist immer so ein Wechselspiel und das macht es halt auch aus. Es ist auch ein großer Spaß, den man dadurch entwickelt.

„Ich bin ein riesiger Filmfan.“

Benedikt Schockenhoff geht in seiner Freizeit gerne ins Kino.
Benedikt Schockenhoff geht in seiner Freizeit gerne ins Kino.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff geht in seiner Freizeit gerne ins Kino.
© Radio Lippewelle Hamm

Lippewelle: Was sind denn so die Spots, wo man dich findet in Hamm? Wo bist du denn unterwegs?

Benedikt Schockenhoff: In Hamm halte ich mich gerne am Kino auf. Am Cineplex. Wenn ich Feierabend habe, dann gehe ich die zehn Schritte rüber auf die andere Straßenseite ins Cineplex rein. Ich bin ein riesiger Filmfan. Also gerade, wenn zum Beispiel am Freitagabend häufig die Sneak Preview läuft, wo man dann Filme schauen kann, die in der nächsten oder übernächsten Woche anlaufen, man weiß aber nicht, welche Filme es sind, das finde ich klasse. Das ist auf jeden Fall so ein Ort, wo ich total gerne bin.

Lippewelle: Wo sind dir denn bei der Sneak Preview schon mal die Augen aus dem Kopf gefallen, wo du dachtest: “Was ist das denn jetzt?”

Benedikt Schockenhoff: "Bagman" hieß der. Das ist ein relativ neuer Horrorfilm. Ich habe den Film in der Sneak Preview gesehen und der war wirklich nicht gut. Das heißt nicht, dass man nicht unterhalten wurde. Das Lustige war, ich war tatsächlich eine Woche später in einem anderen Kino noch mal in der Sneak Preview und welcher Film lief? “Bagman”! Da habe ich mir gedacht: Das kann doch nicht wahr sein! Ich habe es dann noch mal durchgehalten, aber das ist auf jeden Fall eine Situation, die werde ich nicht vergessen.

Lippewelle: Und wenn du dich nicht überraschen lässt, in was für Filmen trifft man dich dann?

Benedikt Schockenhoff: Tatsächlich war “Bagman” schon ein ganz gutes Genre. Ich mag Horrorfilme tatsächlich sehr. Ich war zum Beispiel in dem neuen Nosferatu-Film im Kino. Den fand ich ganz cool, aber ansonsten bin ich eigentlich echt für alle Genres offen. Also solange der Film mich irgendwie abholt und mich zum Lachen bringt oder zu Tränen rührt, dann bin ich dabei.

„Wir sind erst in einem Film und danach gehen wir noch irgendwo hin.“

Lippewelle: Wenn du nicht im Kino bist, bist du trotzdem gern mit Freunden unterwegs. Was sind so die Aktivitäten, die ihr zusammen macht?

Benedikt Schockenhoff: Wenn ich mit Freunden in Hamm unterwegs bin, dann ist das lustigerweise tatsächlich meistens mit dem Kino verbunden. Wir sind erst in einem Film und danach gehen wir noch irgendwo hin. Häufig in die Marktschänke, ins Pirates, also in die Bars und Kneipen, die hier die Innenstadt so bietet. Da schauen wir gerne vorbei.

„Ich habe da im Endeffekt zwölf Stunden gearbeitet, aber es hat sich angefühlt wie sieben oder sechs.“

Lippewelle: Du bist bei der Lippewelle inzwischen auch schon seit vielen Jahren. Gibt es einen Moment, der dir auf jeden Fall immer im Gedächtnis bleiben wird?

Benedikt Schockenhoff: Das war tatsächlich gar nicht in meiner Frühreporter-Schicht, sondern quasi in einer Nachtreporter-Schicht. Das war “Malle total” vom Pirates, was immer beim “Anker und Herz” stattfindet, wo ich tatsächlich Lorenz Büffel und Schürze interviewen konnte. Beides sympathische Malle-Stars. Da konnte ich backstage ein bisschen mitfilmen, das war total geil. Was mir auch immer in Erinnerung bleiben wird, ist das Sattelfest 2024, wo ich als Reporter einmal die halbe Strecke mit geradelt bin und mich mit unterschiedlichen Menschen unterhalten habe. Ich habe da im Endeffekt zwölf Stunden gearbeitet, aber es sich angefühlt wie sieben oder sechs, weil es halt einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Benedikt Schockenhoff ist nicht nur in Hamm beim "Malle total", sondern auch in echt gerne am Strand von Malle.
Benedikt Schockenhoff ist nicht nur in Hamm beim "Malle total", sondern auch in echt gerne am Strand von Mallorca.© Radio Lippewelle Hamm
Benedikt Schockenhoff ist nicht nur in Hamm beim "Malle total", sondern auch in echt gerne am Strand von Mallorca.
© Radio Lippewelle Hamm

„Mein Wecker klingelt immer um 03.30 Uhr.“

Lippewelle: Wann klingelt morgens dein Wecker?

Benedikt Schockenhoff: Mein Wecker klingelt immer um 03.30 Uhr.

Lippewelle: Was sorgt denn dafür, dass du aufstehst?

Benedikt Schockenhoff: Dieses Wissen, dass man nie so ganz weiß, was kommt. Ich glaube, das ist so eine Sache, die einfach Radio sehr ausmacht. Wir lernen unterschiedliche, interessante Menschen kennen und ich glaube, das ist so eine Sache, die mich dazu bringt, mich jeden Morgen auf die Arbeit zu freuen und zu wissen: Ich fahre jetzt in die Redaktion, es wird irgendwas Lustiges, Unterhaltsames oder Interessantes passieren und das nehme ich danach wieder mit nach Hause.

„Die Lippewelle ist ja quasi Hamm.“

Lippewelle: Und warum ist die Lippewelle der beste Sender?

Benedikt Schockenhoff: Ich glaube, ich bin in der gleichen Situation wie die allermeisten von euch. Ich komme halt aus Hamm, ich bin auch in Hamm geboren. Die Lippewelle ist ja quasi Hamm. Ihr seid die Lippewelle und wir machen Radio für euch da draußen und eben über die Themen, die euch interessieren. Das heißt, alles was in Hamm gerade passiert oder Sachen, über die Leute in Hamm nachdenken, sich freuen oder ärgern, das sind die Themen, über die wir reden. Ich glaube, das ist ein ganz großer und wichtiger Teil von unserer DNA hier im Sender.