Simone Niewerth

Optimistin - Offline-Spiele-Freak - Orientierungs-Legasthenikerin - Morningshow

Die Lippewelle am Morgen: Moderatorin Simone Niewerth

Jeden Morgen sorgt Simone Niewerth auf der Lippewelle für gute Laune.
Jeden Morgen sorgt Simone Niewerth auf der Lippewelle für gute Laune.© Radio Lippewelle Hamm
Jeden Morgen sorgt Simone Niewerth auf der Lippewelle für gute Laune.
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Jeden Morgen um sechs Uhr startet die Lippewelle-Morningshow und begleitet euch beim Start in den Tag. Simone Niewerth bringt euch mit ihrer sympathischen Moderation und spannenden Beiträgen durch den Morgen. Damit seid ihr bestens auf den Tag vorbereitet.

In unserem Interview erfahrt ihr mehr über unsere Moderation Simone Niewerth. Ihr könnt ihr auch auf Instagram folgen.

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Lippewelle: Jede zweite Woche gibt es morgens auf der Lippewelle Simone Niewerth in voller Länge zu hören. Guten Morgen.

Simone Niewerth: Volle Länge? Das sind 1,75 Meter! lacht

Lippewelle: Du machst das jetzt nicht erst seit zwei Jahren. Kannst du dich noch an deine allererste Sendung erinnern?

„Vielleicht darfst du irgendwann auch mal in dieses Mikro sprechen.“

Simone Niewerth: 1993 habe ich mein Praktikum hier angefangen und ich kann mich tatsächlich noch sehr, sehr gut an meinen ersten Tag oder die ersten Tage erinnern. Da war ich vom Moderieren noch sehr, sehr weit entfernt. Das war damals wirklich so, dass wir noch mit Bandmaschinen gearbeitet haben, also im Prinzip mit diesen Tonbändern, wie man sie aus der Kassette noch kennt. Die wurden dann auf so große Rollen aufgespult und da war die Aufgabe der Praktikanten, diese Bänder zu recyceln. Also da waren dann immer so zwei bis drei Minuten drauf. Das waren halt so zwei Zentimeter Band rund um diese Scheibe und die wurden in ein großes Tonband wieder recycelt und zusammengeklebt. Das war eine typische Praktikantenaufgabe. Sehr dankbar war auch damals, CDs wieder einzusortieren. Wir kriegten halt dann immer eine riesige Liste an Nummern von CDs, die mussten wir in so Kästen einsortieren. Pro Sendestunde immer einen Kasten. Das war dann auch eine typische Praktikantenaufgabe und obwohl das total stumpf klingt, war mir vom ersten Tag an bewusst: Vielleicht darfst du irgendwann auch mal in dieses Mikro sprechen. Dann recycelst du halt so lange Bänder und sortierst CDs, Hauptsache ich darf das hier irgendwie machen.

Lippewelle: Zum Glück hat dein Job heute mit Bändern und CDs nicht mehr so viel zu tun. Inzwischen ist das Studio vollkommen digital. Was würdest du denn sagen, ist das Größte, was sich verändert hat in all den Jahren in deinem Job als Moderatorin bei der Lippewelle?

Simone Niewerth bei einer Liveübertragung der Lippewelle in den 90er-Jahren in Pelkum.
Simone Niewerth bei einer Liveübertragung der Lippewelle in den 90er-Jahren in Pelkum.© Radio Lippewelle Hamm
Simone Niewerth bei einer Liveübertragung der Lippewelle in den 90er-Jahren in Pelkum.
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„Du kannst heute viel mehr rumbasteln, wenn du irgendwelche Beiträge machen willst.“

Simone Niewerth: Ja, tatsächlich diese Digitalisierung. Die hat es uns Moderatoren natürlich viel einfacher gemacht. Also du kannst heute auch viel mehr rumbasteln, wenn du irgendwelche Beiträge machen willst. Geräusche darunterlegen, um Stimmung zu erzeugen oder mit Musik zu arbeiten, einfach wie ein kleines Hörspiel zu basteln, das ist mit den heutigen Möglichkeiten kein Problem. Du hast eine unendliche Datenmenge. Früher gab es Geräusche-CDs und die hatten wir nur in sehr begrenzter Auswahl. Ich glaube, wir hatten zwei oder drei Stück. Also damit musstest du arbeiten und wenn da nicht das passende Geräusch drauf war, dann hattest du es halt nicht. Da hast du heute quasi unbegrenzte Möglichkeiten, dir alles so schön zu basteln und vor allen Dingen, wenn dir mal was nicht gelingt, dann ist das schnell repariert. Das war früher mit dem Tonband anders. Also wenn du einmal eine Silbe eines Wortes weggeschnitten hattest, dann war das so ein kleiner Schnipsel von wenigen Millimetern, den musstest du dann wieder raussuchen und möglichst wieder richtigrum reinkleben. War nicht immer ganz einfach, da war jeder Schnitt wohlüberlegt.

Lippewelle: Was du natürlich gelernt hast über die Jahre, das ist das frühe Aufstehen. Es fällt dir mittlerweile bestimmt viel, viel leichter und du kommst sofort aus dem Bett, ohne auch nur müde zu sein, oder?

Simone Niewerth: Absolut. Ich springe sofort auf. Der Wecker hat noch nicht mal geklingelt, da steh ich schon senkrecht im Bett. Nein, natürlich nicht. Das glaubt mir immer kaum einer, aber selbst nach all den Jahren bin ich von Haus aus immer noch keine Frühaufsteherin. Also ich kann auch sofort umschwenken, wenn ich Wochenende habe und ich weiß, ich kann ausschlafen, dann penn ich bis 10 Uhr ohne Probleme. Also das ist überhaupt kein Ding, weil von Haus aus bin ich eigentlich immer noch eher eine Nachteule und penne dann morgens länger, aber ist halt beruflich bedingt nicht drin und hat ja im Sommer natürlich auch Vorteile: Früh anfangen, früh Feierabend machen, da hat man noch was vom Tag.

Simone Niewerth ist eine bekannte Moderatorin und begleitet euch auf vielen Bühnen in Hamm regelmäßig durch den Abend. So auch beim 20. Senderjubiläum in Hamm.
Simone Niewerth ist eine bekannte Moderatorin und begleitet euch auf vielen Bühnen in Hamm regelmäßig durch den Abend. So auch beim 20. Senderjubiläum in Hamm.© Radio Lippewelle Hamm
Simone Niewerth ist eine bekannte Moderatorin und begleitet euch auf vielen Bühnen in Hamm regelmäßig durch den Abend. So auch beim 20. Senderjubiläum in Hamm.
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„Immer noch unfassbar viel Spaß. Das ist mein Traumjob.“

Lippewelle: Wie hat das denn deine Familie mitgemacht, wenn du morgens, besonders in den früheren Jahren, in denen deine Kinder noch klein waren, um drei Uhr im Haus unterwegs warst?

Simone Niewerth: Die haben das Gott sei Dank in der Regel eigentlich nicht mitbekommen. Also ich könnte mich jetzt nicht erinnern, dass die da mal nachts wach geworden wären. Das ist ja ganz früh morgens, da haben die dann doch in der Regel gepennt. Das war eigentlich auch ganz gut so, weil dann konnte mein Mann direkt die Rolle übernehmen und die morgens fertig machen. Mal ist auch die Oma eingesprungen oder eine meiner Schwestern und wenn Mama erst gar nicht da war, kommt halt auch kein Abschiedsschmerz. Also eigentlich war das ideal.

Lippewelle: Und trotzdem, das hab ich auch wieder mitbekommen, gab es dann trotzdem mal das Telefonat, vielleicht während der Morningshow: "Gut rausgekommen heute?"

Simone Niewerth: Das kam dann tatsächlich eher später, weil auf meine Babysitter habe ich mich komplett verlassen. Also wenn da jetzt nicht Not am Mann war, dann habe ich die machen lassen. Als die Kinder dann soweit waren, dass sie schon mal alleine mit dem Wecker wach werden mussten, also so im Teeniealter, da kommt dann durchaus mal der Kontrollanruf, weil da ist dann halt kein Babysitter mehr da. Da musste Mama dann doch mitunter noch mal anrufen.

Lippewelle: Aber es war natürlich ein großes Opfer, das sie gern gebracht haben, dich herzugeben für die Hörer der Lippewelle. Wieviel Spaß macht dir das denn morgens hier im Radio zu stehen?

Simone Niewerth: Immer noch unfassbar viel Spaß. Das ist mein Traumjob. Ich liebe es, morgens die Leute zu wecken, zu unterhalten, mit denen zu quatschen. Ich liebe es aber auch genauso, zwischendurch mal Reporterin zu sein und wirklich mal rauszugehen und da mit Leuten zu quatschen, oder auch mal irgendwie was Witziges zu machen. Also ich liebe den Job nach wie vor.

Insgesamt drei Mal hat Simone Niewerth den Audiopreis der Landesanstalt für Medien NRW bekommen.
Insgesamt drei Mal hat Simone Niewerth den Audiopreis der Landesanstalt für Medien NRW bekommen.© Radio Lippewelle Hamm
Insgesamt drei Mal hat Simone Niewerth den Audiopreis der Landesanstalt für Medien NRW bekommen.
© Radio Lippewelle Hamm

„Ich dachte schon, ich bin der Leonardo DiCaprio des Lokalfunks.“

Lippewelle: Eine sehr gute Auszeichnung hast du auf jeden Fall bekommen. Das war der Audiopreis NRW und du hast selbst gesagt, gerechnet hast du damit eigentlich nicht.

Simone Niewerth: Nein, es war jetzt tatsächlich dreimal in Folge. lacht Davor wurde ich dreimal in Folge nominiert und ich bin ohne Preis wieder nach Hause gefahren. Das war mitunter dann auch tatsächlich recht enttäuschend. Ich dachte schon, ich bin der Leonardo DiCaprio des Lokalfunks: Immer nominiert und nie ausgezeichnet. Und dann hat es tatsächlich 2022 das erste Mal geklappt, damals mit einem Beitrag über eine Dauerpflegefamilie und da habe ich wirklich überhaupt nicht mit gerechnet. Es werden halt vorher auch die anderen Beiträge, die in deiner Kategorie mit nominiert sind, im Internet zur Verfügung gestellt und die habe ich angehört und das war einfach bärenstark. Da habe ich gesagt: „Okay. Diesmal fährst du hin und machst dir einfach einen netten Abend.“ Und da bin ich wirklich aus allen Wolken gefallen. Kollege Philipp Kania saß mit mir am Tisch, der hatte das heimlich gefilmt. Und man sieht, wie mir da alles aus dem Gesicht fällt. Das war das erste Mal. Das zweite Mal, da habe ich mir tatsächlich sehr gewünscht, dass es für die Trauergruppe für Kinder im Hospiz klappt, weil die so tolle Arbeit leisten. Letztes Mal war es wieder genauso unerwartet, muss ich sagen. Das war der Sargbau-Workshop mit der evangelischen Kirche. Da waren auch die anderen Beiträge so stark, die mit nominiert waren und außerdem habe ich gedacht: „Die sind doch nicht so bescheuert und lassen mich dreimal in Folge gewinnen.“ Ja, irgendwie ist es doch passiert. Das war sehr überraschend.

Lippewelle: Jetzt haben wir ganz viel über Radio gesprochen. Du hast aber natürlich auch, wenn du dann mittags rausgehst, dein eigenes Leben. Du bist zum Beispiel sehr sportlich.

Simone Niewerth: Das wird hier immer so behauptet in der Redaktion. Also normal. Ich versuche, so viel es geht, tatsächlich mit dem Fahrrad zu fahren. Ich versuche, da wo es eben geht, Treppe zu laufen. Also das ist so der normale Sport im Alltag. Dann mache ich tatsächlich regelmäßig zweimal die Woche, wenn es gut läuft, dreimal Sport. Also ganz normal würde ich jetzt sagen.

Zweimal die Woche ist Simone Niewerth sportlich in Hamm unterwegs. Gerne am Kanal.
Zweimal die Woche ist Simone Niewerth sportlich in Hamm unterwegs. Gerne am Kanal.© Radio Lippewelle Hamm
Zweimal die Woche ist Simone Niewerth sportlich in Hamm unterwegs. Gerne am Kanal.
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„Ich bin tatsächlich, ob in Hamm oder nicht, immer gerne am Wasser.“

Lippewelle: Wenn du unterwegs bist, wo trifft man dich da? Was sind da so deine Lieblingsorte in Hamm?

Simone Niewerth: Ich bin tatsächlich, ob in Hamm oder nicht, immer gerne am Wasser. Also deswegen auch absoluter Meer-Typ und weniger Berge. Deswegen trifft man mich tatsächlich häufiger am Kanal. Da laufe ich dann auch häufiger mal. Ansonsten bei mir um die Ecke ist das Pilsholz, da trifft man mich. Ich bin beruflich bedingt und früher mit den Kindern natürlich sehr gerne im Maxipark und im Kurpark. Also das sind eigentlich so die Ecken, wo man mich in Hamm häufig trifft.

Simone Niewerth liebt das Wasser - in Hamm und anderorts.
Simone Niewerth liebt das Wasser - in Hamm und anderorts.© Radio Lippewelle Hamm
Simone Niewerth liebt das Wasser - in Hamm und anderorts.
© Radio Lippewelle Hamm

„Weil man hier eine große Freiheit hat.“

Lippewelle: Warum ist Hamm scheinbar eine Stadt, die dir sehr am Herzen liegt?

Simone Niewerth: Ich war ja schon mal kurzzeitig außerhalb von Hamm. Ich habe mal in Detmold gewohnt, habe da auch im Lokalfunk gearbeitet und war auch mal für einen landesweiten Sender in Kiel tätig. Bin dann allerdings zurückgekommen, als ich gehört habe, dass bei der Lippewelle ein Job frei geworden ist. Da habe ich mir damals gedacht: Kiel ist schön, das Wasser und so hat mir schon alles gut gefallen, aber ich hatte immer noch meine Wurzeln hier und da hat es Gott sei Dank geklappt und jetzt bin ich seit 1999 wieder in Hamm.

Lippewelle: Und warum ist dein Herz bei der Lippewelle?

Simone Niewerth: Weil man hier eine große Freiheit hat. Das ist auch der große Vorteil, wenn man mal in anderen Sendern gearbeitet hat. Ist nicht selbstverständlich, deswegen weiß ich das sehr zu schätzen. Also es gibt Sender, da ruft der Chef an, wenn man irgendwie etwas seiner Meinung nach Falsches gesagt hat in der Sendung. Sowas gibt es hier einfach nicht. Man kann sich hier selbst einbringen, auch was Themen angeht. Ich finde, wir haben ein Top-Team. Das macht einfach Spaß. Wir sind uns da nicht irgendwie spinnefeind. Jeder will ein gutes Produkt abliefern und da auch jedem so ein bisschen aufs Pferd helfen und das finde ich sehr angenehm.